Website Relaunch SEO: So verlieren Sie beim Umzug keine Google Rankings

Ein Website Relaunch SEO-seitig sauber zu planen heisst, Adressen, Weiterleitungen, Meta-Daten und Monitoring vor, während und nach dem Umzug von WordPress zu Webflow abzuarbeiten. Dieser Beitrag zeigt die Schritte in der richtigen Reihenfolge.
Website Relaunch SEO: So verlieren Sie beim Umzug keine Google Rankings
Autor
Mann mit grünem Pullover hält ein Tablet mit dem Hyper Page Logo.
Sepehr Mani
Inhaber, Hyperpage Webagentur
Veröffentlicht am:
20.10.2026
Kostenlose Beratung anfordern
Name und Nummer genügen, wir rufen Sie innerhalb eines Werktags zurück.
Mit dem Absenden akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung.
Danke, wir melden uns in Kürze bei Ihnen.
Da ist etwas schiefgelaufen. Bitte versuchen Sie es nochmals oder rufen Sie uns direkt an.
Teilen

Ein Relaunch sieht von aussen nach neuem Design aus. Für Google ist er vor allem eine Sammlung von Adressen, Titeln und Inhalten, die sich gleichzeitig ändern. Wer beim Website Relaunch SEO nur an Farben und Texte denkt, verliert Rankings oft, ohne sofort zu sehen, warum.

Begriffe kurz erklärt

  • Baseline: Ihr Ausgangsstand vor dem Umzug, also Rankings, Klicks und Seitenliste, mit denen Sie später vergleichen.
  • Search Console: Googles Werkzeug für Websitebetreiber, das zeigt, welche Seiten Google kennt und wie sie in der Suche laufen.
  • Google Analytics: Googles Werkzeug zur Auswertung von Besuchen und Seitenaufrufen.
  • XML-Sitemap: Eine Datei mit der Liste aller Adressen, die Suchmaschinen finden sollen.
  • Crawl-Programm (Crawler): Ein Prüfprogramm, das die Seiten einer Website automatisch abruft und alle Adressen auflistet.
  • Weiterleitungsprüfer (Redirect-Checker): Ein Prüfprogramm, das zeigt, wohin eine Adresse weiterleitet und mit welchem Statuscode.
  • Testumgebung (Staging): Testversion der neuen Website, die vor dem Livegang geprüft wird.
  • Livegang (Go-live): Der Moment, in dem die neue Website öffentlich geschaltet wird.
  • Laufende Kontrolle (Monitoring): Fortlaufende Prüfung von Fehlern, Indexierung und Rankings nach dem Livegang.
  • Statuscode: Die Antwort des Servers auf eine Adressanfrage, etwa ob eine Adresse dauerhaft oder vorübergehend weitergeleitet wird oder ob die Seite fehlt.
  • Weiterleitungskette: Eine alte Adresse führt erst auf eine Zwischenadresse und von dort auf das Ziel. Jede alte Adresse sollte direkt auf die Endseite zeigen.
  • Noindex: Anweisung an Suchmaschinen, die Seite nicht in den Index aufzunehmen.
  • Permalink: Die feste Adresse eines Beitrags oder einer Seite.
  • Backlinks: Verlinkungen von fremden Websites auf Ihre Seiten.

Warum ein Relaunch Rankings kostet

Drei Fehlerquellen liegen bei einem Relaunch nahe. Erstens fehlen Weiterleitungen. Eine alte Adresse führt ins Leere, und die Seite, die bisher Besucher und Verlinkungen gesammelt hat, verliert diesen Wert. Zweitens bleiben Noindex-Reste stehen, etwa aus der Testphase, sodass Google wichtige Seiten aus dem Index nimmt. Drittens verschwinden Inhalte, weil beim Neubau Seiten wegfallen, die intern unscheinbar wirken, aber Suchanfragen bedienen.

Dabei lohnt sich eine klare Unterscheidung. Beim Plattformwechsel bleibt die Domain gleich, nur das System dahinter ändert sich. Trotzdem ändern sich oft URLs, etwa weil WordPress Beiträge mit Datum im Pfad ausgibt oder Kategorien anders heissen. Beim Domainwechsel kommt zusätzlich eine neue Adresse dazu. Dieser Beitrag behandelt den Plattformwechsel von WordPress zu Webflow. Bei einem Domainwechsel kommen zusätzliche Schritte dazu, etwa die Adressänderung in der Search Console und die Prüfung aller Verlinkungen auf die alte Domain.

Bestandsaufnahme vor dem Umzug

Bevor Sie etwas bauen, brauchen Sie eine Baseline. Ohne sie können Sie später nicht belegen, ob ein Rückgang vom Umzug kommt oder ohnehin passiert wäre. Exportieren Sie diese Daten und legen Sie sie ausserhalb der alten Website ab.

  • Alle indexierten Adressen erfassen. Crawlen Sie die Live-Seite mit einem Crawl-Programm wie Screaming Frog und vergleichen Sie das Ergebnis mit der XML-Sitemap und mit den indexierten Seiten in der Search Console.
  • Rankings, Klicks und Top-Landingpages sichern. Aus der Search Console exportieren Sie die Leistung der letzten Monate, aus Google Analytics die Seiten mit den meisten Besuchen.
  • Backlinks auf Unterseiten prüfen. Seiten, auf die andere Websites verlinken, gehören zu den wichtigsten Adressen im Umzug.
  • Meta-Titel, Meta-Beschreibungen, H1 und Alt-Texte je Seite exportieren. Prüfen Sie vorab, wo Ihr WordPress diese Angaben speichert, im Theme oder in einem SEO-Plugin, und exportieren Sie von dort.

Wenn Sie nicht wissen, wo Ihre Seiten heute stehen, ist der kostenlose SEO Check von Hyperpage ein einfacher Einstieg, bevor Sie Daten zusammentragen.

Wie sichtbar ist Ihr Betrieb bei Google?

Mit der kostenlosen SEO-Analyse sehen Sie in wenigen Minuten, wo Ihre Website bei Google und in der Region steht.

Kostenlose SEO-Analyse

URL-Mapping: Jede alte Adresse braucht ein Ziel

Das URL-Mapping ist eine Tabelle mit zwei Spalten, alte Adresse und neue Adresse. Jede Zeile wird später zu einer Weiterleitung. Nehmen Sie die Liste aus dem Crawl und ordnen Sie jede Adresse einem Ziel zu, auch Kategorien, Tag-Archive (Übersichten zu Schlagwörtern), Autorenseiten, Bilddateien und Paginierung (Seite 2, Seite 3 usw.).

Die folgende Tabelle zeigt typische WordPress-Adressen und die Entscheidung, die Sie dafür treffen müssen.

WordPress-AdresseTypisches BeispielEntscheidung in Webflow
Beiträge mit Datum/jahr/monat/titel/Neue Adresse ohne Datum, 301 auf den neuen Pfad
Kategorien/kategorie/leistung/Auf Leistungsseite leiten oder bewusst zusammenführen
Tag-Archive/tag/stichwort/Meist nicht übernehmen, passende Seite als Ziel wählen
Autorenarchive/autor/name/Meist entfernen und auf Blogübersicht leiten
Paginierung/blog/page/2/Auf die entsprechende neue Blogübersicht leiten
Dateien im Upload-Ordner/wp-content/uploads/bild.jpgNur Bilder mit externen Verlinkungen einzeln prüfen

Bewusst zusammenführen heisst, zwei Leistungsseiten mit fast gleichem Inhalt auf eine Seite zu bündeln und die andere umzuleiten. Verlieren Sie Seiten nicht stillschweigend. Ein Eintrag, der fehlt, wird später im Monitoring zu einem 404-Fehler und nicht zu einer bewussten Entscheidung.

Die Permalink-Struktur ist der Punkt, an dem die meisten Mappings scheitern. Prüfen Sie in WordPress unter den Permalink-Einstellungen, welches Schema aktiv ist, und bilden Sie es vollständig ab. Auch Beiträge, die nur über den Datumspfad erreichbar sind, brauchen einen Eintrag.

Weiterleitungen in Webflow einrichten und testen

Richten Sie die Weiterleitungen in Webflow Regel für Regel ein. Die möglichen Einstellungen zeigt die aktuelle Webflow-Dokumentation, weil sich Oberfläche und Funktionen ändern können.

Schreiner prüft in der Werkstatt Weiterleitungen anhand einer ausgedruckten Liste

Die Regeln sollten direkt aus Ihrer Mapping-Tabelle stammen und nicht aus dem Gedächtnis. Achten Sie besonders auf Weiterleitungsketten, also Fälle, in denen eine alte Adresse erst auf eine Zwischenadresse und von dort auf das Ziel führt. Jede alte Adresse soll direkt auf die endgültige Seite zeigen.

Testen Sie vor dem Livegang in der Testumgebung gegen die Tabelle. Prüfen Sie dabei diese Punkte.

  • Varianten mit und ohne www sowie http und https müssen auf dieselbe Zieladresse führen.
  • Jede Top-Landingpage und jede Seite mit Backlinks aus der Baseline wird einzeln aufgerufen.
  • Ein Crawler oder Redirect-Checker läuft über die ganze Tabelle. Die Antwort muss ein 301 auf das richtige Ziel sein, kein 302 und kein 404.

Testumgebung und Livegang

Sichern Sie die Testversion gegen fremde Blicke. Prüfen Sie in der Webflow-Dokumentation, welche Schutzoptionen für die Testversion bereitstehen. Andernfalls setzen Sie Noindex. Prüfen Sie in der Search Console, dass die Testadresse nicht im Index landet. Sonst entstehen Duplikate, die mit der echten Website um dieselben Suchanfragen konkurrieren.

Gehen Sie am Tag des Livegangs die Liste Punkt für Punkt durch. Verbinden Sie die Domain, aktivieren Sie die Weiterleitungen und entfernen Sie den Noindex auf der Live-Seite. Kontrollieren Sie, dass kein Noindex aus der Testphase stehen bleibt. Prüfen Sie den Quelltext mindestens der Startseite und einer Leistungsseite. Wer diese Einrichtung nicht selbst übernehmen möchte, kann sie einer Webflow Agentur übergeben.

Danach prüfen Sie die XML-Sitemap, also die Liste aller Adressen, die Google finden soll. Kontrollieren Sie, ob sie nur die neuen Adressen enthält, und reichen Sie sie in der Search Console ein.

Nach dem Livegang: laufende Kontrolle

Nach dem Livegang zeigt sich, ob die Vorbereitung gereicht hat. Prüfen Sie den Fehlerbericht in der Search Console. Diese Punkte haben Vorrang.

  • 404-Fehler: Jede Adresse, die im Bericht auftaucht, bekommt eine Weiterleitung oder eine bewusste Entscheidung.
  • Weiterleitungsfehler: Ketten und Schleifen korrigieren Sie sofort.
  • Indexierung: Die wichtigsten Seiten aus der Baseline prüfen Sie einzeln.
  • Rankings und Klicks: Vergleichen Sie Seite für Seite mit den gesicherten Daten, nicht nur die Gesamtzahl.

Nach einem Relaunch können Schwankungen auftreten. Entscheidend ist, ob einzelne Seiten dauerhaft wegbrechen oder ob sich der Verlauf wieder einpendelt. Wer nur das Gesamtbild betrachtet, übersieht den Verlust einer einzelnen Leistungsseite.

Auch lokale Signale gehören in die Nachbearbeitung. Tragen Sie die neue Adresse im Google Unternehmensprofil ein, sofern sie sich geändert hat, und prüfen Sie Verzeichnisse und Branchenportale, die auf Ihre Website verlinken. Für regionale Betriebe in Zug, Luzern, Zürich oder Aargau sind diese Einträge oft ein wichtiger Teil der lokalen Sichtbarkeit.

Checkliste zum Abhaken

Die Liste fasst die Schritte in der Reihenfolge zusammen, in der Sie sie abarbeiten. Ergänzen Sie neben jedem Punkt, wer ihn erledigt, und setzen Sie den Status.

✓

Baseline sichern. Crawl, Rankings, Klicks, Backlinks und Metadaten exportieren.

✓

URL-Mapping erstellen. Jede alte Adresse hat ein Ziel oder eine bewusste Entscheidung.

✓

Weiterleitungen anlegen. 301 direkt auf die Endadresse, ohne Ketten.

✓

Staging testen. Varianten mit und ohne www, http und https prüfen.

✓

Noindex-Reste entfernen. Quelltext der Live-Seite kontrollieren.

✓

Sitemap einreichen. Nur neue Adressen in der Search Console.

✓

Monitoring betreiben. Fehler, Indexierung und Rankings gegen die Baseline vergleichen.

Wann Sie Unterstützung holen sollten

Die Schritte sind gut machbar, wenn die Website überschaubar ist, Sie Zugriff auf Search Console und Analytics haben und jemand die Ergebnisse prüft. Anders sieht es aus bei vielen Unterseiten, einem Onlineshop mit eigenen Produktadressen oder wenn im Betrieb niemand Zeit für die Kontrolle hat.

Ein sauberer Prozess garantiert keine Rankings, weil Google eigene Entscheidungen trifft. Er reduziert aber die häufigsten Verlustursachen. Wer den Umzug nicht selbst begleiten möchte, findet bei der Leistungsseite zur WordPress zu Webflow Migration von Hyperpage, was die Agentur dabei übernimmt. Hyperpage ist eine inhabergeführte Webagentur aus Cham im Kanton Zug und baut Websites in Webflow.

Weitere Beiträge zu Webseiten, Suchmaschinen und Anfragen finden Sie im Hyperpage Blog.