Google My Business optimieren und mehr lokale Kunden gewinnen

Eine Anleitung für Schweizer KMU mit bestehendem Google-Eintrag. Sie zeigt, wie Kategorien, Leistungen, Fotos, Beiträge und Bewertungen nach den Google-Richtlinien gepflegt werden, wo Kundenfragen ohne die frühere Q&A-Funktion hingehören und woran Sie den Erfolg erkennen.
Google My Business optimieren und mehr lokale Kunden gewinnen
Autor
Mann mit grünem Pullover hält ein Tablet mit dem Hyper Page Logo.
Sepehr Mani
Inhaber, Hyperpage Webagentur
Veröffentlicht am:
24.09.2026
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Aus Google My Business wurde das Google Unternehmensprofil

Ihr Eintrag bei Google ist bestätigt, trotzdem klingelt das Telefon selten, und über die Website kommen kaum Anfragen aus der Region. Genau dann lohnt es sich, Google My Business zu optimieren, auch wenn der Dienst längst anders heisst. Im November 2021 wurde Google My Business in Google Unternehmensprofil umbenannt, auf Englisch Google Business Profile. Die Einrichtung setzen wir hier voraus. Es geht um ein bestehendes Profil, das mehr Anrufe, Routenanfragen und Website-Klicks bringen soll.

Eine Erwartung vorweg. Laut Google lässt sich eine bessere Platzierung in der lokalen Suche weder verlangen noch kaufen. Platz 1 kann Ihnen deshalb niemand garantieren. Beeinflussen können Sie die Qualität und Vollständigkeit Ihrer Angaben.

Wie Google die Reihenfolge in Maps bestimmt

Lokale Suchergebnisse beruhen laut Google hauptsächlich auf drei Faktoren, nämlich Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Die Entfernung zwischen der suchenden Person und Ihrem Standort können Sie nicht ändern. Was Sie selbst in der Hand haben, sind vollständige und genaue Angaben im Profil sowie Ihre Bewertungen. Mehr Rezensionen und positive Bewertungen können laut Google die lokale Platzierung verbessern. Wer sein Google Maps Ranking verbessern will, beginnt deshalb bei Kategorien und Leistungen, pflegt danach Fotos und Beiträge und kümmert sich um Bewertungen.

Die richtigen Kategorien wählen

Die gewählten Kategorien wirken sich laut Google direkt auf die Platzierung in der lokalen Suche aus. Gleichzeitig verlangt Google, das Kerngeschäft mit möglichst wenigen Kategorien aus der vorgegebenen Liste zu beschreiben. Ein einfacher Test hilft bei der Auswahl. Passt der Begriff in den Satz «Dieses Unternehmen IST ein …», ist er eine Kategorie. Passt nur «Dieses Unternehmen bietet …», gehört er unter die Leistungen.

  • Ein Sanitärbetrieb wählt «Sanitärinstallateur» als Hauptkategorie und ergänzt eine Zusatzkategorie nur für ein echtes zweites Standbein.
  • Eine Therapiepraxis nimmt ihr Fachgebiet, etwa «Physiotherapeut». Manuelle Therapie oder Lymphdrainage sind Leistungen.
  • Eine Reinigungsfirma wählt die Reinigungskategorie, die ihr Kerngeschäft trifft. «Umzugsfirma» kommt nur dazu, wenn sie Umzüge selbst durchführt.

Ein Blick auf die Betriebe in Ihrer Nähe zeigt, welche Kategorien in Ihrer Branche üblich sind. Suchen Sie nach Leistung und Ort, etwa «Sanitär Baar», öffnen Sie die drei Betriebe oben in der Karte und notieren Sie die Kategorie, die direkt unter dem Namen steht.

Leistungen vollständig erfassen

Im Serviceeditor, dem Bereich, in dem Sie die Leistungen Ihres Profils bearbeiten, schlägt Google passende Leistungen vor. Beim Sanitärbetrieb sind das etwa Armaturen-Installation oder Toilettenreparatur. Eigene Leistungen können Sie ebenfalls anlegen. Übernehmen Sie die passenden Vorschläge und ergänzen Sie, was fehlt. Eine Reinigungsfirma erfasst so zum Beispiel Unterhaltsreinigung, Fensterreinigung, Büroreinigung und die Reinigung bei der Wohnungsabgabe als einzelne Einträge.

Benennen Sie die Leistungen so, wie Ihre Kundschaft sucht. Prüfen Sie, ob in Ihrer Region eher nach «Endreinigung», «Umzugsreinigung» oder «Wohnungsabgabe-Reinigung» gesucht wird, und verwenden Sie genau diese Wörter. Wie das geht, zeigt unsere Anleitung, mit der Sie die Suchbegriffe Ihrer Kundschaft finden.

In der Unternehmensbeschreibung nennen Sie Ihr Einzugsgebiet und was Ihren Betrieb auszeichnet, etwa eine Abnahmegarantie bei der Wohnungsabgabe oder Termine am Samstag. Links und Rabattaktionen lassen Sie dort weg.

Drei Regeln aus den Google-Richtlinien

Manche gut gemeinte Änderung verstösst gegen die Richtlinien von Google. Diese drei Regeln sollten Sie kennen, bevor Sie Name, Gebiet oder Bewertungsaktionen anpassen.

Keine Zusätze im Firmennamen

Unnötige Zusätze wie eine Leistung oder ein Ort sind im Firmennamen verboten und können zur Sperrung des Profils führen. «Muster Sanitär» ist richtig, «Muster Sanitär Notfall Zug» nicht. Verwenden Sie den Namen, der auch auf Fahrzeug, Briefpapier und Website steht.

Ein ehrliches Einzugsgebiet

Betriebe ohne Kundenempfang, die beim Kunden arbeiten, sollen ihr Einzugsgebiet laut Google in der Regel auf etwa zwei Autostunden vom Standort begrenzen. Die Adresse blenden Sie in diesem Fall aus. Tragen Sie nur die Orte und Regionen ein, in denen Sie tatsächlich Aufträge ausführen. Ein Malerbetrieb aus Muri, der im Freiamt, im Kanton Zug und rund um Luzern arbeitet, trägt genau diese Gebiete ein und keine Städte, in die er nie fährt.

Keine Anreize für Bewertungen

Kostenlose oder vergünstigte Produkte oder Dienstleistungen als Gegenleistung für eine Rezension gelten bei Google als gefälschte Interaktionen und sind streng verboten. Ein Rabatt auf den nächsten Auftrag gegen eine Bewertung ist also tabu, auch wenn er klein ist. Verzichten Sie ebenso auf Bewertungen von Familie und Mitarbeitenden.

Empfang einer Therapiepraxis mit Blick auf eine Schweizer Altstadt

Öffnungszeiten nach dem Kalender Ihres Kantons

Welche Tage frei sind, unterscheidet sich von Kanton zu Kanton. Gleichen Sie deshalb die besonderen Öffnungszeiten mit dem Feiertagskalender Ihres Kantons ab und tragen Sie freie Tage rechtzeitig ein. Sie finden die Einstellung, wenn Sie angemeldet bei Google nach Ihrem Firmennamen suchen, «Unternehmen bearbeiten» wählen und bei den Öffnungszeiten den Punkt «Besondere Öffnungszeiten» öffnen. Sonst steht womöglich jemand vor verschlossener Tür. Praxen prüfen zusätzlich, ob Termin- und Telefonzeiten stimmen und ob der Link zur Online-Terminbuchung funktioniert.

Fotos, die Vertrauen schaffen

Google verlangt realistische Fotos, nicht stark bearbeitet und ohne übermässige Filter oder KI-Werkzeuge. Ein Handwerksbetrieb zeigt das Team im Einsatz, das beschriftete Firmenfahrzeug und Vorher-nachher-Bilder. Eine Praxis zeigt Empfang, Behandlungsraum und einen gut erkennbaren Eingang mit Parkplätzen, das erleichtert den ersten Besuch.

Laden Sie lieber nach jedem grösseren Auftrag ein neues Bild hoch als einmal im Jahr zehn Bilder auf einmal. Fragen Sie vorher kurz, ob Sie das Ergebnis fotografieren dürfen.

Beiträge mit klarem nächstem Schritt

Beiträge im Google Unternehmensprofil werden nach sechs Monaten archiviert, wenn kein Zeitraum angegeben ist. Wer seltener etwas veröffentlicht, hat zeitweise keinen aktuellen Beitrag im Profil.

Wir empfehlen einen festen Rhythmus, zum Beispiel einen Beitrag pro Monat. Das ist unsere Einschätzung, keine Vorgabe von Google. Ein Sanitärbetrieb zeigt etwa einen Boilerersatz in Cham als Referenzauftrag und erinnert im Herbst an den Heizungsservice. Praxen schreiben lieber über Abläufe, freie Termine oder eine neue Therapeutin als über Gesundheitsprodukte.

Führen Sie jeden Beitrag mit dem Button zu einem klaren nächsten Schritt, etwa zur Anfrageseite oder zur Terminbuchung. Die Telefonnummer gehört nicht in den Beitragstext, dafür ist der Button da.

Google Bewertungen erhalten und beantworten

Bitten Sie direkt nach dem abgeschlossenen Auftrag um eine Bewertung. Ihren persönlichen Bewertungslink finden Sie in der Verwaltungsansicht Ihres Profils über die Schaltfläche zum Anfordern von Rezensionen. Beim Malerbetrieb passt eine SMS mit diesem Link nach der Endabnahme. Wer Kundschaft vor Ort empfängt, legt eine Karte an den Empfang oder druckt den Link auf die Rechnung. Dafür können Sie einen QR-Code für den Bewertungslink erstellen.

Antworten Sie kurz, freundlich und mit Ihrem Namen. Bei Kritik bleiben Sie sachlich, danken für den Hinweis und bieten ein Gespräch per Telefon oder E-Mail an.

Praxen antworten besonders zurückhaltend und allgemein, etwa mit «Vielen Dank für Ihre Rückmeldung». Nennen Sie keine Details zur Behandlung und bestätigen Sie nicht, dass jemand bei Ihnen in Behandlung ist. Was Sie in Antworten rechtlich sagen dürfen, klären Sie am besten mit einer Fachperson.

Leere, frisch gereinigte Wohnung bei der Wohnungsabgabe

Wo Kundenfragen heute hingehören

Viele Ratgeber empfehlen noch, die Rubrik «Fragen und Antworten» zu pflegen. Nach Angaben von Fachanbietern gibt es diese öffentliche Funktion seit Ende 2025 nicht mehr, die Chat-Funktion schon seit Juli 2024 nicht mehr.

Sammeln Sie, was am Telefon immer wieder gefragt wird. Hat es Parkplätze? Kann ich per Rechnung oder mit TWINT bezahlen? Gibt es eine Abnahmegarantie? Nimmt die Praxis neue Patientinnen und Patienten auf? Die Antworten gehören in die Unternehmensbeschreibung, zu den passenden Leistungen und in die Merkmale Ihres Profils. Auf der Website legen Sie eine Seite mit häufigen Fragen an oder ergänzen jede Leistungsseite mit einem kurzen Frageteil. Wie Profil und Website zusammen für Local SEO in der Schweiz wirken, zeigen wir auf unserer Seite zu SEO und lokaler Sichtbarkeit.

Welche Zahlen den Erfolg zeigen

Die Leistungsdaten finden Sie, wenn Sie angemeldet bei Google nach Ihrem Firmennamen suchen und in der Verwaltungsansicht «Leistung» wählen. Dort zeigt Google unter anderem Website-Klicks, Wegbeschreibungen und Suchanfragen. Der Wert «Anrufe» zählt, wie oft jemand im Profil auf die Anrufschaltfläche geklickt hat. Ob daraus ein Gespräch wurde, steht dort nicht. Fragen Sie neue Anrufende deshalb kurz, wie sie auf Sie gekommen sind.

Vergleichen Sie jeden Monat Anrufe, Website-Klicks und Suchanfragen. Taucht bei den Suchanfragen ein Begriff wie «Boiler entkalken» auf, den Sie noch nicht als Leistung erfasst haben, ergänzen Sie ihn.

Website-Klicks bringen nur dann etwas, wenn die Zielseite eine Anfrage auslöst. Landet jemand auf einer Startseite ohne Formular und ohne sichtbare Telefonnummer, geht die Anfrage verloren. Deshalb lohnt es sich, zu prüfen, ob Ihre Website Anfragen auslöst.

Checkliste für Ihr Profil

  • Die Hauptkategorie besteht den «IST»-Test, Zusatzkategorien sind sparsam gewählt.
  • Alle passenden Leistungen sind erfasst, benannt mit den Wörtern Ihrer Kundschaft.
  • Der Firmenname enthält weder Ort noch Leistung.
  • Das Einzugsgebiet umfasst nur Regionen, die Sie tatsächlich bedienen.
  • Für Bewertungen gibt es keinen Rabatt und kein Geschenk.
  • Die Feiertage Ihres Kantons sind als besondere Öffnungszeiten eingetragen.
  • Die Fotos sind echt und aktuell.
  • Für Beiträge gibt es einen festen Rhythmus.
  • Der Bewertungslink steht auf Rechnung, SMS oder Empfangskarte, und jede Bewertung ist beantwortet.
  • Häufige Kundenfragen sind im Profil und auf der Website beantwortet.
  • Anrufe, Website-Klicks und Suchanfragen werden monatlich verglichen.

Selbst pflegen oder abgeben?

Vieles davon können Sie selbst erledigen. Kategorien, Leistungen und Name richten Sie einmal sauber ein. Schwierig wird es bei der Regelmässigkeit. Fotos nach Aufträgen, Beiträge und Antworten auf Bewertungen gehen zwischen Baustelle, Behandlung und Offerte schnell unter.

Wenn Ihnen dafür die Zeit fehlt, unterstützen wir Sie. Hyperpage aus Cham ZG betreut für Schweizer KMU SEO, Google Ads und das Google Unternehmensprofil. Einen Überblick geben unsere Leistungen für Local SEO. Wer SEO und Google Ads gemeinsam angehen will, findet die Details im Online-Marketing-Paket, die Pakete und Festpreise im Überblick stehen auf der Preisseite. Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir Ihr Profil gemeinsam an und besprechen, welche Schritte sich bei Ihnen lohnen.

Mehr zum Thema finden Sie in unseren weiteren Ratgebern zu Local SEO im Blog.