Shopify Agentur Schweiz: Worauf KMU bei der Wahl achten sollten

Wer in der Schweiz eine Shopify Agentur sucht, steht meist vor derselben Frage, ob sich eine eigene Verkaufsplattform lohnt oder ob ein Shop-Modul in der bestehenden Website reicht. Ob sie für Ihren Betrieb passt, entscheiden weniger die Marke der Plattform als drei Punkte: Ihr Sortiment, Ihr Bestellvolumen und die Systeme, die im Betrieb bereits laufen.
Warum Shopify für viele Schweizer KMU passt
Fragen Sie den Anbieter, welche Aufgaben bei Hosting, Sicherheit und Grundfunktionen bei Ihnen und welche beim Anbieter liegen. Das ist vor allem dann relevant, wenn im Betrieb keine eigene IT-Abteilung arbeitet.
Sobald täglich Bestellungen eingehen, Lagerbestände sich ändern und Rechnungen in der Buchhaltung landen sollen, wird der Shop zu einem Geschäftsprozess, den man sauber planen muss. Wie Sortiment, Prozesse und Zuständigkeiten zusammenhängen, beschreibt die Seite zur E-Commerce-Agentur.
Schweizer Besonderheiten, die der Shop abdecken muss
Ein Shop, der in Deutschland gut funktioniert, ist in der Schweiz nicht automatisch fertig. Zu den Schweizer Besonderheiten gehören Preise in Franken mit ausgewiesener Mehrwertsteuer, Zahlungsmittel wie TWINT und Rechnungskauf sowie Versandkosten vor dem Kauf. Im Pflichtenheft (der schriftlichen Liste aller Anforderungen an den Shop) prüfen Sie, ob diese Punkte abgedeckt sind. Diese Punkte gehören ins Pflichtenheft und nicht in eine spätere Nachbesserung.
TWINT im Bestellabschluss
Lassen Sie sich vor Projektstart erklären, ob TWINT direkt über die Plattform, über einen Zahlungsdienstleister (ein Unternehmen, das Zahlungen abwickelt) oder über eine Zusatzlösung angebunden wird. Die Antwort hängt von der Einrichtung und vom Vertrag ab. Klären Sie auch, welche Gebühren anfallen und wer den Zahlungsanbieter einrichtet. Wie Sie den gesamten Bestellprozess so gestalten, dass Kunden nicht abspringen, zeigt der Beitrag zu Usability im E-Commerce.
Rechnungskauf
Beim Rechnungskauf stellt sich für Sie als Händler die Frage, wer das Zahlungsrisiko trägt. Prüfen Sie beim Anbieter, ob ein externer Dienstleister eingebunden ist, welche Bedingungen gelten, welche Gebühren anfallen und wie die Zahlungen in Ihrer Buchhaltung erfasst werden. Fragen Sie auch, ob die Option im Bestellabschluss für Kunden korrekt angezeigt wird.
Preise, Mehrwertsteuer und Versand
Preise in Franken sind das Minimum. Entscheidend ist, ob im Shop klar erkennbar ist, ob der Preis die Mehrwertsteuer enthält, und ob die Versandkosten schon vor dem Bestellabschluss auftauchen. Prüfen Sie im Testkauf, ob die Versandkosten vor dem Bestellabschluss erscheinen. Welche Angaben gesetzlich vorgeschrieben sind, klären Sie am besten mit Ihrer Treuhand oder einer Rechtsberatung. Eine Agentur richtet den Shop technisch ein, eine rechtliche Prüfung ersetzt das nicht.
Verkaufen Sie online mit einem eigenen Shop
Hyperpage baut Ihnen einen Shopify-Shop mit Schweizer Zahlungsmitteln und Anbindung an Ihre bestehenden Systeme wie Bexio.
Shop-Beratung anfragenBexio und ERP-Anbindung planen
Wenn Ihre Buchhaltung mit Bexio oder einem anderen ERP-System (Software für Warenwirtschaft und Buchhaltung) läuft, klären Sie die Anbindung früh. Ist der Shop nicht angebunden, werden Bestellungen von Hand übertragen, und dabei können Fehler entstehen. Eine Anbindung legt fest, welche Daten zwischen Shop und Buchhaltung fliessen. In der Regel geht es um vier Bereiche.

- Kunden, damit Stammdaten und Adressen nicht doppelt angelegt werden.
- Bestellungen, damit Eingang und Status mit dem Versand übereinstimmen.
- Rechnungen, damit sie in der Buchhaltung ankommen. Fragen Sie, wie diese Übergabe funktioniert.
- Lagerbestand, damit im Shop nicht verkauft wird, was fehlt.
Die entscheidende Frage lautet, ob eine Standard-Schnittstelle genügt oder ob eine Individuallösung (eine eigens programmierte Anbindung) nötig ist. Fragen Sie den Anbieter, welche Vor- und Nachteile er bei beiden Varianten für Ihren Fall sieht und wie stark Sie an ihn gebunden wären. Verlangen Sie schriftlich, welche Variante geplant ist und welche Datenfelder tatsächlich übertragen werden.
Fragen Sie ausserdem nach den Folgekosten, etwa für Apps, Schnittstellen und Anpassungen nach einer Aktualisierung des Buchhaltungsprogramms.
Checkliste für Gespräche mit Shopify-Agenturen
Die folgenden Fragen helfen, Anbieter einzuordnen. Hyperpage aus Cham im Kanton Zug baut Onlineshops in Shopify, und die Leistungsseite zur Shopify-Agentur zeigt, was zu einem solchen Shop gehört. Wer grundsätzlich eine Webagentur auswählen will, findet im Beitrag zur Auswahl einer Webagentur in der Schweiz einen ähnlichen Leitfaden.
Schweizer Referenzen prüfen. Bitten Sie um Shops, die Sie selbst aufrufen und mit einer Testbestellung durchlaufen können.
TWINT, Rechnungskauf und Bexio konkret ansprechen. Lassen Sie sich erklären, welche Lösung eingesetzt wird und wer sie betreut, statt sich mit einer allgemeinen Zusage zufriedenzugeben.
Festpreis oder Stundenaufwand klären. Fragen Sie, was im Preis enthalten ist, welche Leistungen als Zusatz gelten und wie Änderungswünsche abgerechnet werden.
Eigentum und Zugänge festhalten. Wer ist Inhaber des Shopify-Kontos, wer hat Administratorzugang, und können Produkt- und Kundendaten jederzeit exportiert werden?
Betreuung nach dem Start vereinbaren. Die Betreuung umfasst die Behebung von Fehlern und die laufende Pflege des Shops. Klären Sie, wer das übernimmt, wie schnell reagiert wird und was die Pflege kostet.
Migration und Weiterleitungen einplanen. Weiterleitungen sind Umleitungen alter Adressen auf neue Seiten. Lassen Sie sich schriftlich bestätigen, ob sie für bestehende Seiten im Angebot enthalten sind.
Kosten und laufende Aufwände
Die Kosten eines Shops setzen sich aus einmaligen und laufenden Posten zusammen. Typische Blöcke sind die folgenden.
- Einmalige Entwicklung, also Einrichtung, Gestaltung, Anpassungen und gegebenenfalls Migration.
- Plattformkosten für den laufenden Betrieb des Shops, beim Anbieter zu erfragen.
- Apps und Schnittstellen für Zusatzfunktionen, Versandlösungen oder die Bexio-Anbindung.
- Zahlungsgebühren, die Sie beim Zahlungsanbieter erfragen sollten.
Ein Festpreis beschreibt einen klar umrissenen Leistungsumfang. Bei Stundenaufwand wird nach tatsächlichem Aufwand abgerechnet. Fragen Sie in beiden Fällen nach einer Gesamtsumme samt Annahmen. Ein transparentes Angebot nennt Leistungen, Ausschlüsse und den Preis für Änderungen, und genau daran lassen sich Angebote vergleichen.
Transparente Festpreise sind ein guter Massstab, auch bei Shopify-Projekten. Hyperpage nennt die Preise für seine Leistungen öffentlich auf der Preisseite. Für steuerliche und buchhalterische Fragen rund um den Onlineshop ziehen Sie Ihre Treuhand bei. Eine Agentur berät dazu nicht.
Migration eines bestehenden Shops
Ein bestehender Shop, der bei Suchmaschinen gefunden wird, ist ein Kapital, das man beim Umzug nicht aufs Spiel setzen sollte. Der Ablauf lässt sich in fünf Schritte gliedern.
Bestandsaufnahme.
Erfassen Sie Produkte, Kategorien, Seiten und Bestellquellen, und markieren Sie, welche Seiten Besucher über Suchmaschinen bringen.
Datenübernahme.
Produkte, Bilder, Kundenkonten und Bestellhistorie werden geprüft, bereinigt und übertragen.
Weiterleitungen.
Jede alte Adresse, die Suchmaschinen kennen, leitet dauerhaft auf die passende neue Seite weiter.
Test vor der Umschaltung.
Spielen Sie Testbestellungen mit allen Zahlungsmitteln, dem Versand und dem Rechnungskauf durch.
Umschaltung und Kontrolle.
Prüfen Sie nach dem Start Weiterleitungen, Fehlerprotokolle (Aufzeichnungen technischer Fehler) und die ersten echten Bestellungen.
Lassen Sie sich im Angebot bestätigen, wer die Weiterleitungen erstellt und wer sie nach dem Start prüft.
Häufige Fragen
Was kostet eine Shopify Agentur in der Schweiz?
Der Preis hängt vom Umfang ab, etwa Einrichtung, Gestaltung, Schnittstellen, Migration und laufende Betreuung. Eine schriftliche Leistungsbeschreibung macht Angebote vergleichbar.
Kann Shopify TWINT als Zahlungsmittel anbieten?
Das hängt vom eingesetzten Zahlungsweg ab. Lassen Sie sich vor Projektstart schriftlich bestätigen, wie TWINT angebunden wird und welche Gebühren anfallen.
Ist Rechnungskauf in einem Shopify-Shop in der Schweiz möglich?
Fragen Sie die Agentur und Ihren Zahlungsanbieter, ob ein Rechnungskauf für Ihren Shop angeboten werden kann. Prüfen Sie vorab Bedingungen, Gebühren und das Zahlungsrisiko, bevor Sie die Option aktivieren.
Lässt sich Shopify mit Bexio verbinden?
Fragen Sie die Agentur, ob eine Anbindung an Bexio als Standard-Schnittstelle oder als Individuallösung vorgesehen ist. Klären Sie, welche Daten übertragen werden und wer die Schnittstelle wartet.
Wem gehört der Shop nach dem Start?
Das sollte im Vertrag stehen, also Shopify-Konto, Domain, Inhalte und Daten. Verlangen Sie Zugänge auf Ihren Namen und einen Datenexport, bevor Sie unterschreiben. Die genaue vertragliche Regelung klären Sie mit einer Fachperson.
Entscheidungshilfe für den Start
Ein kleines Sortiment mit überschaubaren Bestellungen braucht selten eine aufwendige Anbindung, dafür aber klare Zahlungsmittel und eine saubere Versandlogik. Wächst das Geschäft, werden Bexio oder das ERP-System wichtiger, und Migration und Betreuung rücken in den Vordergrund. Schreiben Sie Ihre Anforderungen auf, also Sortiment, Zahlungsmittel, bestehende Systeme und das Ziel des Shops. Wie Hyperpage Shops in Shopify aufbaut, zeigt die Leistungsseite zur Shopify-Agentur.
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