Google Unternehmensprofil optimieren: So werden lokale Betriebe gefunden

Wer in Zug, Luzern oder Zürich nach einem Malerbetrieb oder einer Physiotherapie sucht, landet oft zuerst auf der Karte von Google Maps. Dort entscheidet das Google Unternehmensprofil mit, ob jemand anruft, die Website öffnet oder weiterscrollt. Wer sein Google Unternehmensprofil optimieren will, braucht dafür keine Theorie, sondern muss die einzelnen Felder richtig ausfüllen und regelmässig pflegen. Wie grundsätzlich es um Ihre Auffindbarkeit steht, zeigt die Checkliste zur Auffindbarkeit. Die Strategie dahinter, also Standort- und Leistungsseiten, ist ein eigenes Thema.
Warum das Profil oft der erste Kontakt ist
Ein Kunde sucht etwa nach einem Schreiner in Cham oder einer Umzugsfirma in Luzern. Im Profil sieht er dann, ob die Kategorie passt, die Öffnungszeiten stimmen und echte Fotos zu sehen sind.
1. Profil beanspruchen und Daten prüfen
Bevor Sie etwas ändern, klären Sie, ob bereits ein Profil für Ihren Betrieb existiert und wer darauf Zugriff hat. Oft hat ein früherer Mitarbeiter, eine Agentur oder ein Bekannter den Eintrag angelegt. Wer nicht im richtigen Konto ist, kann nichts korrigieren. Prüfen Sie deshalb, welche Personen Zugriff haben, und entfernen oder ergänzen Sie diese Zugänge gezielt.
Danach kommen Name, Adresse und Telefonnummer. Sie müssen exakt so erscheinen wie auf Ihrer Website und im Impressum. Weicht der Name im Profil von dem auf Website und Impressum ab, erkennt weder Google sicher denselben Betrieb noch der Kunde am Telefon. Hängen Sie deshalb keine Suchbegriffe an den Firmennamen. Solche Zusätze wirken konstruiert und passen nicht zu dem Namen, den der Kunde später auf dem Lieferwagen liest.
Ob Sie eine Adresse anzeigen, hängt davon ab, ob Kunden zu Ihnen kommen. Ein Coiffeur, eine Praxis oder ein Laden braucht die sichtbare Adresse mit Öffnungszeiten. Wenn Ihre Website noch nicht sauber mit Google verbunden ist, lohnt sich ein Blick auf unsere Anleitung, wie Website und Google zusammenspielen.
2. Kategorien richtig wählen
Die Hauptkategorie bestimmt, bei welchen Suchen Ihr Betrieb überhaupt auftaucht. Wählen Sie die Kategorie, die Ihr Kerngeschäft am genauesten beschreibt, nicht die breiteste. Ein Malerbetrieb, der gelegentlich Fassaden streicht, bleibt bei Maler. Ein Schreiner, der vor allem Einbauschränke macht, wählt die Kategorie, nach der seine Kunden tatsächlich suchen.
Zusatzkategorien ergänzen die Hauptkategorie um Leistungen, die Sie ebenfalls anbieten. Eine Physiotherapie wählt Physiotherapie als Hauptkategorie und ergänzt, was im Angebot steht. Eine Treuhandfirma wählt die passende Kategorie für ihr Kerngeschäft und ergänzt nur Dienstleistungen, die sie selbst erbringt. Eine Umzugsfirma, die auch Entsorgung anbietet, trägt diese Kategorie ein, aber keine, die sie nicht macht.
Zwei Fehler kosten besonders oft Anfragen. Erstens die zu allgemeine Kategorie, unter der niemand nach Ihrem Betrieb sucht. Zweitens Kategorien für Leistungen, die Sie nicht anbieten. Dann kommen Anfragen herein, die Sie nicht erfüllen können, und der Kunde ist enttäuscht. Handwerksbetriebe finden in unserer Seite zu Webdesign für Handwerksbetriebe dazu, wie sich Kategorien, Leistungsseiten und Fotos auf Website und Profil abstimmen lassen.
3. Öffnungszeiten, Feiertage und Sonderzeiten pflegen
Die regulären Zeiten sind der einfache Teil. Klären Sie zusätzlich, wie es mit der Mittagspause aussieht und ob Ihr Betrieb Einsätze auf Abruf fährt. Ein Malerbetrieb, der nur nach Auftrag arbeitet, sollte keine festen Zeiten vortäuschen. Tragen Sie besser realistische Zeiten ein, zu denen Sie tatsächlich erreichbar sind, und erklären Sie im Beschreibungstext, wie Kunden einen Termin vereinbaren.
Feiertage und Betriebsferien werden im Alltag leicht vergessen. Veraltete Zeiten fallen ebenfalls leicht unter den Tisch. Tragen Sie Sonderöffnungszeiten deshalb früh ein, bevor Weihnachten, Ostern, der 1. August oder die Sommerferien kommen.
Setzen Sie sich dafür eine feste Erinnerung im Kalender, etwa jeweils Anfang Dezember und Anfang Juni. Dann prüfen Sie die Zeiten für das kommende Halbjahr in einem Durchgang.
Wie sichtbar ist Ihr Betrieb bei Google?
Mit der kostenlosen SEO-Analyse sehen Sie in wenigen Minuten, wo Ihre Website bei Google und in der Region steht.
Kostenlose SEO-Analyse4. Fotos gezielt hochladen
Fotos schauen sich Kunden zuerst an. Laden Sie sie nach Typ hoch, damit jeder Bereich des Profils gefüllt ist. Das Logo gehört ins Logo-Feld, ein Titelbild zeigt Ihren Betrieb oder eine Arbeit in einem klaren Motiv. Dazu kommen Innenaufnahmen für Läden und Praxen, Fotos vom Team und Beispiele vorher und nachher, etwa ein Badezimmer vor und nach der Sanierung.

Wichtiger als die Anzahl ist der Ortsbezug. Ein Stockfoto mit Handschlag im Grossraumbüro hilft dem Kunden in Cham nicht weiter. Fotografieren Sie Baustellen, Werkstatt und Ladenlokal selbst, am besten bei Tageslicht und mit scharfem Vordergrund. Achten Sie darauf, dass keine Kundendaten, Kennzeichen oder Bildschirme mit Namen im Bild sind.
Sobald Menschen auf den Fotos zu sehen sind, wird es heikel. Klären Sie vor der Veröffentlichung, ob die abgebildeten Mitarbeitenden und Kunden einverstanden sind. Was rechtlich genau gilt, hängt vom Einzelfall ab. Das hier ist ein allgemeiner Hinweis und keine Rechtsberatung. Bei Unsicherheit klären Sie den Fall mit einer Fachperson ab.
Laden Sie ausserdem regelmässig neue Bilder hoch, vor allem von abgeschlossenen Arbeiten.
5. Beiträge regelmässig veröffentlichen
Beiträge eignen sich für Aktionen, Neuigkeiten, Events und Saisonthemen.
Halten Sie die Texte kurz, nennen Sie den Ort und schliessen Sie mit einer klaren Handlung ab, etwa Termin vereinbaren oder Offerte anfragen. Verlinken Sie die passende Leistungsseite, damit der Leser dort landet, wo er die Details findet.
Den häufigsten Fehler erkennt man an verwaisten Beiträgen. Ein Winterangebot steht noch oben, obwohl es seit Wochen abgelaufen ist. Entfernen oder aktualisieren Sie abgelaufene Beiträge, sonst wirkt das Profil vernachlässigt.
6. Bewertungen und Anfragen im Blick behalten
Bewertungen sind eine öffentliche Antwort an Kunden in Ihrer Region. Antworten Sie sachlich und zeitnah, auch auf kritische Stimmen. Bedanken Sie sich bei Lob. Bei Kritik nennen Sie den nächsten Schritt, etwa ein Gespräch unter vier Augen, und führen Sie keine Diskussion im öffentlichen Raum.
Wer über das Profil Anrufe erhält, sollte klären, wer abnimmt und wer zurückruft. Sonst gehen Anfragen zwischen Baustelle und Büro verloren.
Wann eine Local-SEO-Agentur hilft
Vieles lässt sich selbst erledigen. Eine Agentur lohnt sich, wenn mehrere Standorte im Spiel sind oder wenn niemand klar zuständig ist. Das Profil allein genügt selten, wenn die Website nicht zu den Suchen passt. Dann braucht es Standortseiten und Leistungsseiten dazu. Eine Übersicht bietet die Local-SEO-Agentur Schweiz von Hyperpage.
Checkliste zum Abhaken
Wer alle Punkte abhaken kann, hat die wichtigsten Felder korrekt gepflegt.
Zugriffe geprüft: Nur berechtigte Personen haben Zugang zum Profil.
Stammdaten stimmen: Name, Adresse und Telefon wie auf Website und Impressum.
Hauptkategorie passt: Sie beschreibt das Kerngeschäft am genauesten.
Zusatzkategorien geprüft: Nur Leistungen, die Sie wirklich anbieten.
Zeiten aktuell: Pausen, Feiertage und Sonderzeiten sind eingetragen.
Fotos vollständig: Logo, Titelbild, Innen, Team und Arbeiten, mit Ortsbezug.
Beiträge gepflegt: Abgelaufenes ist entfernt, Bewertungen sind beantwortet.
Wenn Sie mehrere Standorte haben oder niemand klar zuständig ist, können Sie die Pflege auch an die Local-SEO-Leistung von Hyperpage geben. Hyperpage ist eine Webagentur aus Cham im Kanton Zug. Ob sich das für Ihren Betrieb lohnt, sehen Sie bei den Paketen und Preisen, falls Sie zusätzlich Hilfe bei Profil und Website möchten.
Das könnte Sie auch interessieren
Mehr Experten-Wissen und praxisnahe Tipps für Ihren digitalen Erfolg.



