Google Ads Kosten für neue Konten: Was KMU in der Schweiz wirklich einplanen sollten

Wer zum ersten Mal Google Ads schalten will, fragt meist nach einer Zahl. Auf die Frage nach den Google Ads Kosten gibt es aber ehrlicherweise zwei Zahlen. Die eine ist das Geld, das an Google geht. Die andere ist die Arbeit, die jemand in Ihr Konto steckt. Wer nur die erste einplant, ist nach drei Monaten enttäuscht. Wer beide sauber rechnet, weiss vor dem ersten Klick, worauf er sich einlässt.
Was ein neues Google-Ads-Konto in der Schweiz wirklich kostet
Der erste Kostenblock ist das Mediabudget. Das bezahlen Sie direkt an Google, und zwar pro Klick auf Ihre Anzeige. Der zweite Block ist die Betreuung, also Einrichtung, Anzeigentexte, Auswahl der Suchbegriffe, laufende Optimierung und Auswertung. Machen Sie das selbst, bezahlen Sie mit Ihrer Zeit. Übernimmt es eine Agentur, bezahlen Sie eine monatliche Gebühr.
Klickpreise in der Schweiz
Eine Auswertung von 100 Konten zeigt, dass ein Klick in der Schweiz meist zwischen 90 Rappen und CHF 10 kostet, nach oben gibt es aber keine feste Grenze. Ein Coiffeur in einer Kleinstadt bewegt sich eher am unteren Ende. Ein Treuhänder in Zürich oder ein Sanitärbetrieb mit Notfalldienst zahlt in der Regel mehr, weil viele Anbieter um dieselben Suchanfragen bieten. Pauschalwerte aus dem Internet helfen Ihnen darum wenig. Wie Sie die Preise für Ihre eigenen Suchbegriffe abschätzen, zeigen wir im Beitrag Keyword Planner richtig nutzen für mehr Anfragen.
Warum das Startbudget grösser sein muss als gedacht
Google verlangt kein festes Mindestbudget. Trotzdem gibt es eine praktische Untergrenze. Minimale Tagesbudgets liegen aus der Praxis erfahrungsgemäss bei etwa CHF 20 bis 30 pro Tag. Für viele KMU sind Budgets unter CHF 500 pro Monat nur eingeschränkt sinnvoll, ab rund CHF 900 im Monat entsteht meist eine bessere Grundlage zum Testen und Optimieren.
Der Grund liegt in den Daten. Jede Entscheidung im Konto, etwa welcher Suchbegriff bleibt oder welche Anzeige gewinnt, braucht genügend Klicks und Anfragen. Mit einem sehr kleinen Budget sammeln Sie so wenige davon, dass Zufall und echte Wirkung kaum zu unterscheiden sind. Zu kleine Budgets sind darum nicht günstig. Sie sind teuer, weil sie keine Entscheidungen erlauben.
Betreuung: Was eine Agentur übernimmt
Bei Hyperpage übernehmen wir für neue Kunden die Eröffnung des Kontos, kümmern uns um das Registrierungsangebot von Google und richten die Kampagnen ein. Unsere Marketing-Pakete bündeln SEO, Google Ads und das Google-Unternehmensprofil und starten bei CHF 290 pro Monat für eine Region. Wie die laufende Betreuung aussieht, erfahren Sie auf der Seite Google Ads Agentur Schweiz.
Werbeguthaben für neue Google-Ads-Konten: So funktioniert es wirklich
Das Werbeguthaben gilt ausdrücklich nur für neue Google-Ads-Konten, auf denen noch nie Werbung geschaltet wurde. Es ist kein Rabatt einer Agentur, sondern Budget von Google, das nach dessen eigenen Angebotsbedingungen vergeben wird. Wer früher schon einmal ein Konto genutzt hat, etwa für einen kurzen Versuch vor ein paar Jahren, sollte das vorher klären. Wie wir als Partner mit Google zusammenarbeiten, lesen Sie im Beitrag Hyperpage ist offizieller Google Partner.
Die Bedingungen, die Sie vorher lesen sollten
Google legt Höhe und Regeln solcher Angebote selbst fest und kann sie je nach Land und Zeitraum anpassen. Verlassen Sie sich darum nie auf eine Zahl aus einem Werbebanner, sondern auf die schriftlichen Bedingungen des konkreten Angebots. Klären Sie dabei die folgenden Punkte.
- Wie alt darf das Konto bei der Einlösung höchstens sein?
- Wie viel müssen Sie selbst ausgeben, und in welcher Frist, bevor das Guthaben gutgeschrieben wird?
- Zählt das Guthaben erst nach dieser Mindestausgabe, oder darf es sie mitfinanzieren?
- Wie lange dauert die Prüfung, bis das Guthaben im Konto erscheint?
- Was passiert mit einem Restguthaben, wenn Sie das Konto auflösen?
So denken Sie das Guthaben richtig
Solche Angebote funktionieren typischerweise nach dem Prinzip «zuerst ausgeben, dann erhalten». Stellen Sie sich ein Angebot vor, bei dem Sie einen Betrag X selbst ausgeben und danach ein Guthaben Y bekommen. X und Y stehen hier bewusst als Platzhalter, die echten Werte finden Sie nur in den aktuellen Bedingungen von Google. Entscheidend ist die Reihenfolge. Den Betrag X brauchen Sie vollständig aus eigener Tasche. Das Guthaben kommt erst danach und verlängert Ihre Testphase. Es ersetzt die Erstinvestition nicht. Wer mit dem Gedanken startet, die ersten Wochen seien gratis, hat die Rechnung falsch herum gemacht.
Die 6-monatige Mindestlaufzeit: Was das für die Budgetplanung bedeutet
Für unsere Marketing-Pakete gilt eine Laufzeit von 6 Monaten, danach sind sie monatlich kündbar, und das Werbeguthaben richtet sich nach den Google-Konditionen. Diese Laufzeit hat einen fachlichen Grund. Ein neues Konto hat keine Vorgeschichte. Die ersten Wochen dienen dazu, Suchbegriffe auszusortieren, Anzeigen zu vergleichen und Gebote anzupassen. Erst mit genügend Klicks und Anfragen wird sichtbar, was funktioniert.
Für Ihre Planung heisst das, das Mediabudget muss mindestens so lange reichen wie der Vertrag. Multiplizieren Sie Ihr geplantes monatliches Mediabudget und die monatliche Betreuung je mit sechs und zählen Sie beides zusammen. Diese Summe sollte vor dem Start frei verfügbar sein. Ein Paket, das sechs Monate läuft, während das Werbebudget nach zwei Monaten aufgebraucht ist, bringt Ihnen nichts. Alle Pakete und Laufzeiten sehen Sie unter Pakete und Preise im Überblick.
Garantien richtig einordnen
Manche Angebote werben mit einer Leistungsgarantie. Lesen Sie in diesem Fall genau, was garantiert wird und unter welchen Bedingungen. Eine Garantie auf erbrachte Arbeit ist etwas anderes als eine Garantie auf Anfragen, Umsatz oder einen bestimmten Platz bei Google. Ich halte jedes Versprechen auf eine feste Anzeigenposition oder eine bestimmte Zahl an Anfragen für unseriös, weil Google über die Platzierung in jeder einzelnen Auktion neu entscheidet.
Budget realistisch rechnen: Vom Klickpreis zur Anfrage
Statt vom Klickpreis auszugehen, starten Sie besser beim Ziel. Die Modellrechnung lautet gewünschte Anfragen geteilt durch Anfragequote mal Klickpreis. Das Ergebnis ist das Mediabudget, das Sie für dieses Ziel ungefähr brauchen. Die Anfragequote ist der Anteil der Besucher Ihrer Zielseite, die sich tatsächlich melden.

Für ein neues Konto kennen Sie zwei dieser drei Werte noch nicht genau. Den Klickpreis schätzen Sie mit dem Keyword Planner, die Anfragequote mit den Zahlen Ihrer bisherigen Website, falls Sie diese messen. Rechnen Sie am besten mit einer vorsichtigen und einer optimistischen Variante. Liegt schon die vorsichtige Variante in Ihrem Rahmen, ist der Start solide geplant. Eigene Werte können Sie mit unserem Google Ads Calculator zur Budgetschätzung durchspielen.
Die Zielseite entscheidet über das Budget
In der Formel wirkt die Anfragequote direkt auf das Ergebnis. Verdoppelt sich die Quote, halbieren sich die Kosten pro Anfrage. Sinkt sie auf die Hälfte, verdoppeln sie sich. Den Klickpreis können Sie kaum beeinflussen, Ihre Zielseite sehr wohl. Eine Seite, die auf dem Handy langsam lädt, kein klares Angebot zeigt oder ein langes Formular verlangt, verbrennt Budget, egal wie gut die Anzeigen sind.
Kosten pro Kunde statt Kosten pro Klick
Der Klickpreis sagt wenig darüber, ob sich Werbung lohnt. Aussagekräftiger sind zwei einfache Modellrechnungen. Die Kosten pro Anfrage ergeben sich aus dem Mediabudget geteilt durch die Zahl der Anfragen. Die Kosten pro Kunde ergeben sich aus dem Mediabudget geteilt durch die Zahl der Aufträge, die daraus entstanden sind. Diesen Wert stellen Sie dem Ertrag gegenüber, den ein neuer Kunde Ihrem Betrieb bringt. Ein Handwerksbetrieb mit grossen Einzelaufträgen verträgt höhere Kosten pro Kunde als ein Betrieb mit kleinen Beträgen pro Besuch. Ob sich die Rechnung für Ihren Betrieb trägt, zeigt der Google Ads ROI Calculator.
Wer merkt, dass die eigene Website Besucher nicht zu Anfragen macht, sollte dort ansetzen, bevor das erste Werbebudget fliesst. Jeder Franken für Klicks wirkt stärker, wenn die Seite dahinter überzeugt.
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Jetzt Kontakt aufnehmenCheckliste: So planen KMU ihr Google-Ads-Budget für ein neues Konto
- Klickpreise für Ihre Branche prüfen. Schätzen Sie die Preise für Ihre eigenen Suchbegriffe und Ihre Region ab, statt Durchschnittswerte zu übernehmen.
- Bedingungen des Werbeguthabens schriftlich prüfen. Kontoalter, Mindestausgabe, Prüfdauer und Verfall gehören vor der Kontoeröffnung geklärt.
- Mediabudget und Betreuung getrennt rechnen. Planen Sie beide Blöcke für die ganze Laufzeit von 6 Monaten ein.
- Erfolgsmessung vor dem ersten Klick einrichten. Ohne Conversion-Tracking wissen Sie nicht, welche Klicks zu Anfragen führen, und optimieren im Blindflug.
- Zielseite prüfen. Sie sollte schnell auf dem Handy laden, ein klares Angebot zeigen und ein kurzes Formular oder eine Telefonnummer zum Antippen bieten.
Häufige Fragen
Wie viel Budget sollte ich für Google Ads einplanen?
Ab rund CHF 900 Mediabudget im Monat entsteht für viele KMU meist eine bessere Grundlage zum Testen und Optimieren. Dazu kommen die Kosten für die Betreuung oder Ihre eigene Arbeitszeit.
Was kostet ein Klick bei Google Ads in der Schweiz?
Meist zwischen 90 Rappen und CHF 10, eine feste Obergrenze gibt es aber nicht.
Gibt es eine Mindestlaufzeit bei Google Ads?
Google selbst bindet Sie nicht. Agenturpakete haben oft eine Laufzeit, bei Hyperpage sind es 6 Monate, danach monatlich kündbar.
Wie bekomme ich das Google-Ads-Werbeguthaben für neue Konten?
Es gilt nur für Konten, auf denen noch nie Werbung lief, und richtet sich nach den Angebotsbedingungen von Google. Lesen Sie diese vor der Eröffnung und rechnen Sie damit, dass Sie zuerst selbst einen Betrag ausgeben müssen.
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